
Wenn man die Kunst als schmückendes Beiwerk zum Leben ansieht, dann ist solch ein Standpunkt natürlich ganz angängig, aber er steht in radikalem Widerspruch zu den Gesetzen der Kunst, die die psychologische Forschung entdeckt. Sie zeigt, dass die Kunst der wichtigste Knotenpunkt aller biologischen und sozialen Prozesse der Persönlichkeit in der Gesellschaft, dass sie ein Verfahren ist, den Menschen in den kritischsten und schwierigsten Minuten seines Lebens mit der Welt ins Gleichgewicht zu setzen.
Lew S. Wygotski 1925 aus dem Buch "Kunst - was ist das?"
Vorstellung
der Fachgruppe
Im Schulleben der Herderschule Lüneburg ist das Fach Kunst fest verankert.
Beim Betreten der Herderschule stößt jeder Besucher (trotz der
Dauerbaustelle) bereits in der Eingangshalle, in den Fluren des Hauptgebäudes
und im Anbau auf Kunstwerke. Dabei fallen die Arbeiten im 1. Stock des Hauptgebäudes
besonders ins Auge. Diese sind während der im Schulprogramm verankerten
so genannten Kreativtage, die jährlich im Januar in den 10. Klassen stattfinden,
entstanden. Der schöpferischen Phase geht jeweils der Besuch der Kunsthalle
in Hamburg voraus, wodurch auch ein außerschulischer Lernort in den
Unterricht mit einbezogen wird. Im Rahmen dieses Museumsbesuches erhalten
die Schülerinnen und Schüler während einer Führung einen
Überblick über die Entwicklung der Landschaftsdarstellung anhand
ausgewählter Exponate, um anschließend in den Projekttagen selbst
kreativ zu einem Aspekt der Landschaftskunst (z.B. Raum) zu arbeiten.
Kunstunterricht
an der Herderschule bedeutet nicht nur die Vermittelung praktischer Grundkenntnisse
im Umgang mit künstlerischen Techniken und Materialien. Kunst in der
Schule ist in Teilbereichen auch die ästhetische Erziehung, welche sich
u. a. mit der Kunstgeschichte beschäftigt. Die ästhetische Erziehung
umfasst das Darstellen in und das Erfassen von Bildern.
Dies beinhaltet zum einen den Prozess der praktischen Bildproduktion und die
Deutung dieser eigenen Werke durch eigene Erfahrungen und eigenes Bildverständnis,
zum anderen sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, durch Betrachtung,
Gespräche und Deutungen fremde Werke zu interpretieren und zu verstehen
und gleichzeitig ihre Eigenproduktionen zu reflektieren.
Dieses geschieht nicht nur in den dafür vorgesehenen Kunststunden, sondern
auch in unterschiedlichen Projekten und Wettbewerben, an denen Schülerinnen
und Schüler der Herderschule teilnehmen. So kooperiert die Fachschaft
Kunst zum Beispiel seit 2002 mit dem Partnerbetrieb der Herderschule, Sieb
und Meyer, und stellt dort regelmäßig aus.
Alle zwei Jahre nehmen z.B. Schülerinnen und Schüler erfolgreich an dem niedersächsischen
Kunstwettbewerb Jugend zeichnet und gestaltet teil und dies schon seit vielen
Jahren.


Auch an der überregional bedeutenden Stintaktion der Stadt Lüneburg war die
Herderschule gleich mit 5 Stinten vertreten.




In den letzten Jahren wurden im Fach Kunst regelmäßig Leistungs- und Grundkurse
als Prüfungsfächer im Abitur gewählt. Auch in der neuen Profiloberstufe ist
ein künstlerischer Schwerpunkt an der Herderschule eingerichtet worden.
Kooperation
Firma Sieb und Meyer, Lüneburg
und Gymnasium
Herderschule, Lüneburg

Die Cafeteria im Jahr 2003 gestaltet von Schülerinnen und Schülern der Herderschule.
Endlich Platz für Großformate ! Malmittel, Leinwände und alle nötigen Materialien bezahlte Sieb und Meyer.
Bei
der Gestaltung wurde den Schülerinnen und Schülern freie Hand gelassen.Sogar
die Getränkeautomaten durften umgestellt werden.
Eröffnung
der umgestalteten Cafeteria im Jahre 2003:
Die Feier bot den Schülerinnen und Schülern eines Kunstkurses einen
großen Rahmen zur
Präsentation ihrer selbst gebauten Masken in einem Maskenspiel.
Der Maskentanz fand großen Anklang und auch die Bilder führen
bis heute zu durchweg positiven Reaktionen bei den Mitarbeitern und Gästen
der Firma Sieb und Meyer.

Ausstellung von Schülerarbeiten
Sieb und Meyer bietet den Schülern der Herderschule die Möglichkeit
ihre im Kunstunterricht
erstellten Werke in den Räumen der Firma zu präsentieren.
Dafür wurden vom Partnerbetrieb der Herderschule bisher über 50
großformatige
Rahmen angeschafft und aufgehängt.
Die Kunstwerke werden regelmäßig ausgetauscht, so dass eine große
Zahl von
Schülern ihre Bilder öffentlich machen können.
Die Ausstellungen finden bei den Mitarbeitern eine durchweg gute Resonanz.
