Vor dem MRG Unsere Gastgeber haben sich viel Mühe gegeben,
Die Eingangstür damit wir uns schnell zuhause fühlen.
Die Geschichte unseres Austausches In der Eingangshalle der Schule waren uns zu Ehren mehrere Info-Wände gestaltet worden.

Wir arbeiteten an einem Projekt über die estnisch-deutsche Zusammenarbeit. Dazu besuchten wir das Deutsche Kulturinstitut in Tartu, die Firma Tauf-Autos und das Theater Vanemuise. Und dabei hatten wir eine Menge Spaß:Diesmal waren wir eine besonders lustige Reisegruppe Ein Schnappschuss!

 

Unsere Gastgeber brachten uns ein wenig Estnisch bei...Die Estnisch-Stunde

 

...und sie sangen für uns am Abschiedsabend. Martin und der Chor

 

Tagebuch der Austauschfahrt vom 19. bis 26. September 2007

Am Mittwoch den 19. September um 8.15 Uhr
haben wir uns am Lüneburger Bahnhof getroffen. Der Metronom kam pünktlich um 8.28 Uhr an und brachte uns zum Hamburger Hauptbahnhof. Mit der S11 fuhren wir nach Ohlsdorf und von dort aus ging es mit einem überfüllten Linienbus zum Flughafen. Dort haben wir eine Weile gewartet bis alle da waren, da einige später mit dem Auto nachkamen. Dann bekamen wir unsere Flugtickets und durften dann langsam in kleinen Gruppen einchecken. Nach der Sicherheitskontrolle mussten wir noch eine Passkontrolle durchlaufen. Die Kontrolleure lachten über unsere Fotos in den Kinderausweisen. Mit zehn Minuten Verspätung flogen wir los. Das Flugzeug war sehr klein und wir saßen sehr eingeengt und hatten keine Beinfreiheit. Die Aussicht aus dem Flugzeug war aber sehr gut. Um 16 Uhr Ortszeit landeten wir auf estnischem Boden. Einige erhielten einen kleinen Schock, denn die Landung war sehr holperig. Nachdem wir unserer Koffer gerettet hatten, hat uns Frau Viileberg mit einem kleinen netten Bus abgeholt. Dort gab es leckere Kekse und etwas Erfrischendes zu Trinken. Wir waren sehr beeindruckt von der estnischen Landschaft, die sehr naturbelassen ist. Wir hielten an einer kleine Tankstellen und entdeckten dort wunderschöne, pinke Bierdosen. Am frühen Abend, nach ca. zwei Stunden Fahrt erreichten wir Tartu. Dort wurden wir von unseren Gastgebern empfangen. Den Abend verbrachten wir in den Familien oder mit der Erkundung der Stadt. Der Tag war schön und eindrucksvoll. Todmüde sanken wir bald alle ins Bett.

Donnerstag (Johanna und Carolin)
Am Morgen um 9 Uhr wurden wir von den Esten mit einem Konzert empfangen. Es traten der Chor und eine unglaublich begabte Solokünstlerin auf. Ebenso überreichte uns der Schulleiter Herr Samm eine Mappe des Mart-Reinik-Gymnasiums mit unseren Programm für die folgende Woche und Informationen über Estland. Danach wurden wir von Schülern des Gymnasiums durch die Schule geführt, damit wir uns in der Woche nicht verirren. Als wir in die ersten Klassen kamen wurden von allen Seiten neugierig angeschaut, lediglich die Kleinsten fragten uns, ob wir nicht „Alarm für Cobra 11” oder „Sturm der Liebe” kennen würden. Schien unter den Esten sehr beliebt zu sein… „Explodiert bei euch wirklich so viel auf der Autobahn?!” Nach dieser amüsanten Führung hatten wir dann Estnischunterricht, welcher von einigen Schülern vorbereitet wurde. Wir sangen ein wirklich lustiges Lied „Mul on üks tore tädi” über eine gute Tante, zu dem wir passende Gesten einsetzten mussten. Nachdem wir in der Schulmensa die Mahlzeit beendet hatten, ging es dann zum Deutschen Kulturinstitut, welches den gesamten deutschsprachigen Raum repräsentieren soll und eine Anlaufstelle deutschsprachiger Menschen in Estland darstellt. Nach dem Besuch des Kulturinstitutes kam der letzte Punkt des Programmes: Das estnische Volksmuseum. Dort konnten wir sehen, wie die Esten früher in den einzelnen Teilen Estlands lebten und gekleidet waren. Danach hatten wir dann Freizeit und konnten etwas mit unseren Esten unternehmen. So ging der erste spannende und aufregende Tag in Tartu zu Ende!

Freitag
Zuerst hatten wir zwei Stunden Unterricht mit unseren estnischen Austauschpartnern. Die erste Stunde war eine Englischstunde, dort war das Thema „Kommunikation” dran und wir sollten untereinander Fragen stellen und von Deutschland bzw. Estland erzählen. Die zweite Stunde war dann eine Estnischstunde, vergleichbar mit unseren Deutschstunden. Die Esten mussten einen Aufsatz schreiben. Danach sind wir in die Stadt gegangen und haben das Rathaus besichtigt. Dort wurden wir vom Bürgermeister empfangen und er hat uns etwas über Estland erzählt. Um 13.30 Uhr gab es, wie jeden Tag, Mittagessen in der Schule. Anschließend haben wir durch einen Stadtrundgang Tartu besser kennen gelernt. Wir wurden von einer Deutschlehrerin herumgeführt, waren bei der Universität von Tartu und haben uns das Kunstmuseum der Universität angeschaut. Außerdem haben wir den Karzer besichtigt, wo die Studenten, die sich nicht an die Regeln der Uni gehalten haben, eingesperrt wurden. Als nächstes besuchten wir die Johanniskirche. Wir sind den Kirchturm hochgegangen und hatten dort einen guten Ausblick über Tartu. Des Weiteren besichtigten wir das Spielzeugmuseum. Es war spannend, die alten Spielsachen zu sehen und auch einige Sachen auszuprobieren. Ab 17.00 Uhr hatte jeder Freizeit und einige waren Billard spielen und am Abend haben wir noch Tanjas Geburtstag bei ihrer Austauschpartnerin gefeiert. Es gab Pizza und einen sehr leckeren Kuchen. Im Allgemeinen war der Tag regnerisch, jedoch auch sehr interessant. Der Abend war sehr amüsant…

Samstag
Um 8.00 Uhr mussten wir alle an der Schule sein, weil der Bus abfuhr. Das hieß für uns früh aufstehen. Wir fuhren ca. 2 Stunden nach Võru, dort stieß unser einheimischer Begleiter zu uns. Während dieser Fahrt fuhren wir an einer Kaserne vorbei. Unsere erste Station war ein kleiner Ort mit einem Denkmal, über welches wir Einiges erfuhren. Danach fuhren wir weiter zu der Burg Neuhaus, welche ein früherer Standort des Ritterordens gewesen war. Neben der Burg gab es auch ein Museum, in dem man einiges über das Mittelalter erfuhr, auch konnte man ein Kettenhemd hochheben und so merkte man, was für eine Last die Ritter damals trugen. So, weiter gings zu einem weiteren Denkmal an einem kleinen See. Von dort aus fuhren wir zu einer Sandmine, die wir aber nicht betreten durften, da sie einsturzgefährdet war. Der Begleiter zeigte uns auch ein riesengroßes Loch. Es war sehr beeindruckend. Wir haben das ganze Gelände besichtigt und ein Teil sah aus wie die Wüste. Dort machten sich gleich einige daran Sandburgen zu bauen. Ebenfalls gab es auf dem Gelände eine kleine Töpferei, die wir besichtigen durften. Von dort gings in ein großes Sanatorium, das berühmt für sein Wasser war. Uns schmeckte das Wasser nicht!!! Das Sanatorium hatte auch einen schönen Garten mit Schaukel und Turnstange, die sich einige nicht entgehen ließen. Wir besichtigten auch ein Museum, das uns zeigte, wie die Menschen früher gelebt hatten. Dort bekamen wir auch Mittagessen im alten Stil. Dann fuhren wir eine Strasse entlang, die an zwei Stellen über russischen Boden führte. Das war sehr aufregend, weil wir illegal über russischen Boden fuhren. Unsere letzte Station war ein Fluss mit Himmelspforten. Es gab auch eine Quelle des Lebens, die ewige Schönheit versprach. Danach fuhren wir zurück nach Tartu, wir waren sehr müde, als wir dort ankamen. Es war so ca. 19.00 Uhr. Trotzdem gingen die meisten von uns am Abend noch auf eine Party.

Sonntag (Alena und Lisa-Marie)
Am Sonntagmorgen haben, wir wegen des sehr anstrengenden Samstag und nach einer sehr langen Nacht, ausgeschlafen. Als wir dann gegen 11 Uhr aufgestanden sind und uns fertig gemacht haben, haben wir gemütlich miteinander gefrühstückt. Da meine Austauschpartnerin krank war, konnten wir einiges leider nicht machen, wie zum Beispiel Schwimmen gehen. Geplant war, dass wir alle zusammen zu dem Sommerhaus von ihrem Freund fahren wollten, da aber zu wenig Zeit über war, haben wir dies gelassen und sind mit einigen anderen Schlittschuhlaufen gegangen. Nach dem Schlittschuhlaufen haben wir die Schwester des Freundes meiner Austauschpartnerin in ihrem Geschäft besucht und sind daraufhin zu ihrem Freund nach Hause gefahren. Danach haben wir mit ihrem Freund ihren beiden Schwestern (jeweils mit Freund) Pizza gegessen. Als ihr Freund wieder abgereist ist, um in Finnland zu arbeiten, sind wir shoppen gegangen und wollten eigentlich noch Bowlen und Billard spielen gehen, was uns aber nicht möglich wa, da die Bahn reserviert war. Am Abend sind wir mit allen noch ins Kino gefahren und haben NO RESERVATION auf Englisch geguckt und trotzdem verstanden :-P . Das war der 5. Tag in Estland, welcher wie immer toll und viel zu kurz war =) .

Montag (Anike und Imke)
Montag trafen wir uns alle um 8 Uhr in unserer estnischen Partnerschule. In verschiedenen Gruppen bereiteten wir unsere Deutschstunden für die Deutsch lernenden Esten vor. Es gab verschiedene Themen wie zum Beispiel Lüneburg, Feriengebiete, deutsche Sprichwörter und Essgewohnheiten. Diese Vorträge haben wir dann vor einzelnen Schülergruppen gehalten. Wir wurden unter anderem über die „deutsche Nudel” unterrichtet, die dicker ist als die italienische. ;) Daraufhin sind wir mit dem Bus zu „Auto- Tauf” gefahren, wo wir von einer netten Dame über den Import gebrauchter Wagen aus Deutschland informiert wurden. Mit diesen Erkenntnissen sollten wir dann am nächsten Tag ein Projekt fertig stellen. Bei strahlendem Sonnenschein spazierten wir gemütlich zur Bushaltestelle und fuhren anschließend wieder ins Zentrum, wo wir noch ein wenig Zeit hatten. Wir trafen uns um 13:30 in der Mensa der Schule und genossen unser Mittagessen. Gleich danach machten wir einen Verdauungsspaziergang zum Vanemuine Theater. Dort haben wir einen Rundgang gemacht, der sehr interessant war. Vor allem mit den Kostümen hatten wir viel Spaß, da wir sie anprobieren durften. Nachmittags hatten wir die Möglichkeit bei einem Basketballturnier mit einigen Schülern und Lehrern des Mart- Reinik- Gymnasiums teilzunehmen. Abends hatten wir wie gewohnt Freizeit.

Dienstag (Marlene und Kathrin)
Wie jeden Morgen mussten wir früh aufstehen und um 8 Uhr in der Schule sein, wo wir dann zusammen mit den Esten Poster zum Thema: kulturelle und wirtschaftliche Kontakte zwischen Estland und Deutschland gebastelt haben. Es gab drei Unterthemen: Theater Vanemuise, Tauf-Auto und Deutsches Kulturinstitut. Danach konnten wir im Computerraum unsere Protokolle fertig stellen. Nachdem wir einen Spaziergang im Botanischen Garten gemacht haben, hatten wir bis zum Mittagessen Freizeit. Um 16.00 begann der offizielle Teil unserer Abschiedsfeier. Dort wurde gerappt, gesungen, gegessen und viel gelacht. Es wurden uns auch ein Paar von den in dieser Woche gemachten Fotos gezeigt. Bei diesem Teil konnte jeder kommen, der wollte. Um 19.45 Uhr trafen wir uns mit unseren Austauschpartnern und gingen in eine Kneipe und hatten noch sehr viel zu lachen.

Mittwoch (Tabea und Jana)
Am Mittwoch, unserem Abreisetag, mussten wir um 7 Uhr am Bus-Bahnhof sein, was bedeutet, dass wir um 6 Uhr aufstehen mussten, aber wenig Schlaf waren wir nach der Woche hier gewohnt... Wir fuhren mit einem Bus nach Tallin und waren gegen halb 10 dort. Unsere Koffer mussten wir dann über den Flughafen zum Schalter schleppen und waren froh, als sie auf dem Kofferband davonfuhren. Danach war noch ein Stunde Zeit, bis wir es uns im Flugzeug bequem machen konnten, woraufhin wir dann auch recht schnell abhoben. Von vielen wurde dies als eine gute Gelegenheit genutzt, den Schlafmangel aufzuholen. In Hamburg verlief auch wieder alles nach Plan, unsere klobigen, schweren Koffer lagen wieder auf dem Kofferband und wir mussten sie erneut zur Bushaltestelle schleppen. Nach einer kurzen Busfahrt folgte eine noch kürzere S-Bahnfahrt. Doch leider gab es keine Rolltreppen was bedeutete, dass wir unsere Koffer die Treppen hochzerren mussten, was nach so einer Woche gar nicht so einfach war…. Als wir endlich wieder im Zug saßen waren alle froh über wieder eine halbe Stunde Schlaf. In Lüneburg warteten schon unsere Familien auf uns welche dann das Vergnügen hatten, uns die Koffer abnehmen zu dürfen. Zu Hause fielen wir gleich in unsere Betten und schliefen bis zum nächsten Morgen durch, denn schließlich hatten wir, natürlich in freudiger Erwartung, acht Stunden Schule vor uns, und durften eine Woche Unterricht nachholen…

Vielen Dank für die tolle Zeit in Tartu - wir freuen uns auf den Gegenbesuch im September 2008.

Hast du Interesse... eines der kleinsten Länder der Erde mit 1,4 Millionen Einwohnern zu erkunden? Tallinn an der Ostsee mit seinem mittelalterlichen Stadtkern und Tartu als quicklebendige Universitätsstadt zu durchstreifen? Eine nordeuropäische Waldlandschaft zu erleben, in der es noch Wölfe, Luchse und Braunbären gibt? Eine Sprache kennen zu lernen, die mit dem Finnischen und Ungarischen zu der finnougrischen Sprachfamilie gehört? Menschen zu treffen, die sehr gerne traditionelle Lieder singen und ansonsten sehr moderne Europäer sind?  

 

Dann nimm an unserem Austausch teil! Der nächste Informationsabend findet im September 2008 statt.

 

 

 

 

 

 

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