Unser Englandaustausch in St. Albans

Donnerstag, 28.2.
Heute sind wir endlich nach langem Warten Richtung England losgefahren. Wir trafen uns um 10:00 Uhr auf dem Herderschulparkplatz und fuhren danach mit dem Bus zum Hamburg Airport. Um 13:30 Uhr ging nach langem unerträglichen Warten endlich unser Flug nach London Heathrow. Um 15:10 kamen wir dann auf dem Airport an und gingen mal wieder (das hatten wir vorher schon mindestens 3 mal) durch eine Passkontrolle, aber diesmal auf Englisch!
Dann kam unser Bus und dieser fuhr uns zur St. Albans High School for Girls. Um ca. 16:00 Uhr sahen wir dann nach 21 Wochen endlich unsere lieb gewonnenen Austauschpartnerinnen wieder, mit denen fuhren wir dann in unser zu Hause auf Zeit.
Nachmittags war es dann jedem selbst freigestellt, was er tun wollte. Einige sind einkaufen gefahren, andere haben gespielt, aber was alle getan haben, war dass sie ihre Gastfamilie kennen lernten.

Freitag, 29.2.
An unserem zweiten Tag sind wir morgens mit unseren Austauschpartnerinnen zur Schule gekommen. Manche von uns sind mit dem Schulbus, einem Doppeldecker in dem alle einen Sitzplatz hatten, zur Schule gefahren, andere wiederum wurden von ihren Gasteltern zur Schule gebracht. Ein paar sind auch zu Fuß gekommen.
An der Schule haben wir uns dann um halb neun versammelt und sind mit dem Bus nach Cambridge gefahren.
In Cambridge hatten wir eine Stadtführung auf Englisch. Dazu wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Wir haben uns die vielen verschiedenen Colleges (z.B. das King's College) angesehen. Die Kapelle des King's College wurde in drei verschiedenen Bauperioden aufgebaut, dies sieht man besonders an der Steinfarbe.

Natürlich haben wir uns auch die anderen Colleges angesehen. Die Gebäude in Cambridge sind riesig und man kann sehr gut erkennen, dass Cambridge eine College-Stadt ist.
Nach der Führung haben uns die Lehrer noch Freizeit gegeben und alle sind mal wieder shoppen gegangen.
Abends war dann noch ein Quiz- und Karaokeabend, auf dem wir die technische Seite der Schule besonders betrachten konnten, da sie einige Räume mit Playstation und Wii ausgestattet hatten. Als Dinner haben wir dann „Fish and Chips“ gegessen.

Samstag,1.3.
Am Samstag hatten wir kein Programm von der Schule, sondern die Familien konnten jetzt etwas mit uns unternehmen. Manche waren in London. Ein paar von uns mussten auch zu den Theaterproben, die unsere Austauschpartnerinnen auf Grund eines Hausdramas hatten.

Sonntag,2.3.
Auch an diesem Tag hatten wir Freizeit in den Gastfamilien und viele waren in London oder im Freizeitpark. In London war das Madame Tussauds sehr beliebt.
Das Wochenende hat sich für jeden von uns gelohnt. Man hat viel Englisch gesprochen, da man fast nur etwas mit der Familie unternommen hat. Außerdem hat man noch jede Menge andere Sachen kennen gelernt.

Montag, 3.3.
Heute haben wir uns in St. Albans etwas genauer angeschaut. Unsere Lehrer hatten ein Meeting mit der Bürgermeisterin für uns arrangiert, die uns viel über St. Albans erzählte. Danach gab es köstliche Kekse und Orangensaft. Durch die Leckereien gestärkt, sind wir dann zur St. Albans Abbey gegangen. Vor der Abbey haben wir dann von unseren Lehrern die Sage von St. Albans gehört und haben uns dann in der Abbey umgeschaut. Sie beeindruckte uns besonders durch ihre wunderschöne Architektur. Das war dann auch der Abschluss des kulturellen Teils und wir durften 3 Stunden lang in der City shoppen gehen. Nachmittags gingen wir dann wieder zur Schule zurück und holten unsere Austauschpartnerinnen vom Unterricht ab und fuhren nach Hause.

Dienstag, 4.3.
An diesem Tag fand unser Ausflug nach London statt. Dorthin kamen wir mit einem Zug - oder auch nicht, denn zwei unserer Mädels sind fälschlicherweise in einen falschen Zug gestiegen. Gott sei Dank haben wir sie nach Handy-Absprachen wieder gefunden. In London machten wir natürlich beim Big Ben Station.
.
Der Himmel klarte nach und nach auf und es wurde ein richtig schöner Tag. In die neben dem Big Ben liegende Westminster Abbey konnten wir allerdings nicht hinein, da der Eintritt zu hoch war und uns vermutlich niemand geglaubt hätte, dass wir nur zum Beten (mit den Fotoapparaten) da wären. Nach einer kurzen Stadtführung durch unsere Lehrer haben wir die Zeremonie der „Changing of the Guards“ bestaunen dürfen. Zwei verschiedene Pferdestaffeln brüllten sich irgendetwas Unverständliches zu und gingen darauf weg. Danach fuhren wir zur „Covent Garden“ Station. Von da an trennten sich unsere Wege- Shoppen war angesagt! Über 20 Mädels shoppend in London, das konnte doch nicht gut gehen!
Aber es hat alles geklappt. Allerdings haben wir etwas für´s Leben gelernt: Denke nicht, es sei schneller von einer Londoner Undergroundstation an die Oberfläche mit den Treppen zu kommen, sondern nimm immer den Fahrstuhl! (Es sei denn Du möchtest ca. 200 Stufen hoch laufen.)

Mittwoch, 5.3.
Heute stand das Museum in St. Albans auf dem Programm. Nachdem wir durch unendliche Weiten von Fußballfeldern marschiert sind, zwischendurch ein Fotoshooting vor einer römischen Mauer hatten, kamen wir bei dem Museum an. Die Geschichte St. Albans´ geht auf die drittgrößte römische Siedlung in England zurück. In dem Museum lernten wir noch viele andere interessante Dinge. Der englische Fragebogen des Museums hat uns sehr beschäftigt und Gott sei Dank hatten wir ja zwei laufende Wörterbücher dabei! Danach gingen wir zur Abwechslung mal shoppen. Nach dem Lunch in der Schule gingen die meisten erneut shoppen. Um 15.00 Uhr sollten wir uns dann eigentlich zu einer Feedback- und Quiz-Runde in der Schule wieder treffen, aber irgendwie klappte das nur teilweise. Das Resultat des Quiz´ war eigentlich ziemlich zufriedenstellend.
Zum Abend hin trennten sich wieder unsere Wege. Einige fieberten dem letzten Abendessen entgegen. Ich jedoch konnte keine Freudensprünge im Angesicht der nun bald endenden wunderschönen Zeit machen.

Donnerstag, 6.3.
Dieser Tag begann für uns alle reichlich früh, weil unser Bus schon um 6:00 morgens abfuhr. Es war der Tag des Abschieds und somit auch der einzige Tag, an dem wir keinen Spaß hatten in England. Wir hatten alle Tränen in den Augen und wollten gar nicht mehr weg. Doch wir mussten nach Hause und fuhren somit Richtung London Heathrow. Wir warteten nicht allzu lange und saßen dann schon im Flugzeug. Inzwischen war dann doch die Freude auf zu Hause gestiegen und wir flogen zum Hamburg Airport. Dort angekommen erwartete uns schon der nette Busfahrer, der uns dann zum Herderschulparkplatz in Lüneburg fuhr. Auf der Fahrt dahin freuten sich alle schon auf die anstehenden Ferien und unsere Lehrer konnten es sich nicht nehmen uns reinzulegen. Sie sagten uns, dass die Schule bis auf Weiteres wegen Salmonellengefahr geschlossen sei. Da war die Freude erst groß, doch schnell stellte sich heraus, dass das alles nur ein Scherz war.
Dann waren wir auch schon in unserer Heimat angekommen, und alle freuten sich ihre Familien und Freunde wieder zu haben.

Kathrin Bonk, Carlotta Israel, Jana Bening

 

 

 

 

zur Startseite